Selfpublisher-womit schreiben?
Selfpublisher-womit schreiben?

Schreiben, aber womit?

Jenseits von Word und Open Office

Womit schreibe ich als Selfpublisher jetzt eigentlich meinen Roman oder den Ratgeber? Früher kam diese Frage gar nicht erst auf, denn es gab im Software-Bereich lange Zeit bekannte Platzhirsche, die den Markt beherrschten. Auch heute noch schreiben viele Autoren mit Word oder Open Office. Dabei gibt es inzwischen viele alternative Schreib-Apps, und so hat man heute eher die Qual der Wahl. Welche App passt also am besten zu mir? Um diese Frage zu beantworten, kann man überlegen: Welche Funktionen soll die Schreib-App abdecken, was soll sie leisten?

Schreiben ohne Ablenkung

Soll sie lediglich eine angenehme, ablenkungsfreihe Umgebung darstellen, in der es sich in Ruhe schreiben lässt? Ohne, dass viel und ungewollter Schnickschnack von der Arbeit abhält? Dann ist vielleicht ZenWriter (Windows) etwas für Sie. Diese App möchte, dass Sie sich beim Schreiben konzentrieren, sie verfügt über entspannende Hintergründe und Musik. Man sieht auf dem Display einzig und allein den Text und den Hintergrund, sonst nichts. Für den Mac gibt es z.B. den ähnlich gestrickten OmmWriter u.a..

Selfpublisher-Schreiben-womit?
Dieser Text ist mit IA Writer geschrieben

Leichtgewichtige Allrounder für Selfpublisher

Von kurzen Notizen über längere Artikel bis zum Roman: Die schnellen und aufgeräumten Markdown-Editoren sind das praktische Werkzeug für Schreibarbeiten aller Art. Es lassen sich Ordner und Unterordner anlegen, so dass man auch bei größeren Projekten stets den Überblick behält. Es gibt vielfältige Export-Möglichkeiten, natürlich eine Rechtschreibprüfung, das Einbinden von Bildern u.v.m. In diesem Bereich wäre mein Tipp der IA Writer (Mac 49,99 €/Win 29,99 €) und Bear (Mac kostenlos oder 15,99 € Abo/Jahr), wobei Bear etwas mehr in Richtung Notizen aufgestellt ist, aber auch mit längeren Texten lässt es sich gut arbeiten. Der IA Writer hat zudem eine praktische Fokus-Funktion und einen Schreibmaschinen-Modus, mit der sich die gerade beschriebene Textzeile in der Mitte der Seite halten lässt. Die Autoren-App Ulysses (Mac 49,99 € Abo/Jahr) ragt hier mit ihren tiefergreifenden Funktionen noch um einiges heraus, wie z.B. das anzeigen von Deadlines und täglichen (Schreib-) Zielen.

Umfangreiche Alleskönner in Sachen Schreiben

Dann sind da noch zwei mächtige Schreib-Apps mit viel Zubehör-Features und Komfort-Angebot unter der Haube. Scrivener 3 (Mac/Win 53 €) z.B. bietet das Anlegen von Synopsen (Zusammenfassungen) für einzelne Kapitel sowie das erstellen von Notizen zu einzelnen Seiten oder Kapiteln. Das Steuern des Schreibprozesses und die Übersicht über das jeweilige Projekt ist die große Stärke der App. Auch hier lassen sich diverse Ziele für die Schreib-Session einstellen, wie z.B. Zeichen, Wörter oder Seiten. Das oben bereits angesprochene Full-Screen-Writing für das ablenkungsfreie Arbeiten ist ebenfalls on Board. In der gleichen Liga spielt auch Papyrus Autor 11 (Mac/Win 199 €). Wenn diese App auch anders aufgebaut ist, auch sie ist voll mit allerhand möglichen Hilfsmitteln und komfortablen Features für Vielschreiber. Diese Vielfalt kann für den einen oder anderen auch zu viel des Guten sein. Aber wer als Selfpublisher/Autor seinen Schreibprozess möglichst übersichtlich gestalten möchte und gern den Fortschritt kontrolliert, der dürfte mit einer dieser beiden Apps seine wahre (Schreib-) Freude haben.

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